Dynamische Gebäudesimulation

Wissen schlägt Schätzen

Während andere mit Erfahrungswerten dimensionieren, rechnen wir Ihr Gebäude Stunde für Stunde durch ein ganzes Jahr. Das Ergebnis sind Anlagen, die nicht zu gross und nicht zu klein sind, sondern genau richtig.

Visualisierung einer dynamischen Gebäudesimulation von Giovanoli Gebäudetechnik

Was eine dynamische Simulation leistet

Eine statische Berechnung betrachtet einen einzigen Auslegungsfall — den kältesten Tag, die höchste Kühllast. Ein Gebäude erlebt aber 8760 Stunden im Jahr, jede mit anderer Aussentemperatur, Sonneneinstrahlung, Belegung und Nutzung. Die dynamische Simulation rechnet diese Stunden einzeln durch und berücksichtigt dabei, dass ein Gebäude Wärme speichert und zeitversetzt wieder abgibt.

Das verändert die Ergebnisse oft deutlich. Anlagen, die nach Faustregeln ausgelegt würden, fallen in der Simulation regelmässig kleiner aus — mit unmittelbarer Wirkung auf Investitionskosten, Platzbedarf und Betriebskosten.

Wir setzen die Simulation nicht nur in eigenen Projekten ein. Weil nicht jedes Planungsbüro über die Werkzeuge und die Routine dafür verfügt, rechnen wir regelmässig auch fremdgeplante Objekte durch — als eigenständigen Auftrag neben der laufenden Planung des Kollegen oder der Kollegin. Die Zusammenarbeit ist dabei klar abgegrenzt: Wir liefern die Berechnung und die Beurteilung, die Planung bleibt beim beauftragten Büro.

  • Stündliche Berechnung
  • Speichermasse
  • Sommerlicher Wärmeschutz
  • Erdsondenfelder
  • Variantenvergleich
  • Auftrag für Drittbüros

Wofür wir sie einsetzen

Dimensionierung der Wärmeerzeugung

Die Norm-Heizlast wird gegen den realen Jahresverlauf geprüft. Häufig zeigt sich, dass die Spitzenlast nur wenige Stunden im Jahr auftritt — und sich anders abdecken lässt.

Sommerlicher Wärmeschutz

Wie viele Stunden überschreitet ein Raum die Komfortgrenze? Erst diese Zahl entscheidet, ob eine Kühlung nötig ist oder ob Sonnenschutz und Nachtauskühlung genügen.

Erdsondensimulation

Wir rechnen das Sondenfeld über 50 Jahre. So wird sichtbar, ob der Untergrund langfristig auskühlt und ob eine sommerliche Regeneration nötig ist.

Variantenvergleich

Zwei Konzepte lassen sich mit derselben Datenbasis gegeneinander rechnen — mit Zahlen zu Energiebedarf, Investition und Betriebskosten statt mit Meinungen.

Fremdgeplante Objekte

Nicht jedes Planungsbüro führt Simulationen selbst durch. Wir rechnen deshalb häufig für Projekte, die von anderen geplant werden — als eigenständiger Auftrag, ohne dass wir die Planung übernehmen.

Expertisen bei Problemen

Bei bestehenden Anlagen mit zu hohen Kosten oder Komfortmängeln zeigt die Simulation, wo die Ursache liegt — und was eine Massnahme bringen würde.

Was wir dafür brauchen

GeometrieArchitekturpläne in RVT, IFC, DWG oder DXF; bei Bestandsbauten genügt oft eine Aufnahme vor Ort
GebäudehülleAufbauten, U-Werte, Verglasungen mit g-Wert, Sonnenschutz
NutzungBelegung, Betriebszeiten und interne Lasten — anerkannte Standardwerte, wo keine projektspezifischen Angaben vorliegen
KlimadatenStandortbezogene Klimadatensätze
Bei ErdsondenBaugrunddaten und, wenn vorhanden, Ergebnisse eines Thermal-Response-Tests
Zur Genauigkeit Eine Simulation ist ein Modell, kein Messprotokoll. Ihre Aussagekraft hängt von der Qualität der Eingangsdaten und der Nutzungsannahmen ab. Weicht die spätere Nutzung deutlich von den Annahmen ab, weichen auch die Ergebnisse ab. Wir legen die getroffenen Annahmen deshalb immer offen.

Häufige Fragen

Ab welcher Gebäudegrösse lohnt sich das?

Ihre Stärke spielt die Simulation vor allem bei grösseren Objekten und bei allem aus, was von der Norm abweicht — hohe Verglasungsanteile, ungewöhnliche Nutzung, Erdsondenfelder, Sanierungen mit unklarem Bestand. Bei einem konventionellen Einfamilienhaus steht der Aufwand meist in keinem Verhältnis.

Was kostet eine Simulation?

Das hängt von Umfang und Detaillierungsgrad ab. In vielen Projekten ist der Aufwand kleiner als die Einsparung bei der Anlage — deshalb rechnen wir vorgängig auf, was die Simulation kostet und wo sie voraussichtlich wirkt.

Ersetzt die Simulation die Heizlastberechnung?

Nein. Die berechnete Heizlast bleibt die Auslegungsgrundlage. Die Simulation ergänzt sie um das Jahresverhalten und macht sichtbar, wie oft die Auslegungsbedingungen überhaupt eintreten.

Rechnen Sie auch für andere Planungsbüros?

Ja, und zwar regelmässig. Nicht jedes Büro verfügt über die Werkzeuge und die Routine für dynamische Simulationen. Wir übernehmen die Berechnung als eigenständigen Auftrag, während die Planung beim beauftragten Büro bleibt — ohne dass wir dem Projekt die Planungsleistung streitig machen.

Bekomme ich die Simulationsdatei?

Native Dateien geben wir auf Wunsch und gegen Entschädigung heraus. Verbindlich sind jeweils die von uns freigegebenen Berichte, weil eine Modelldatei ohne die zugehörigen Annahmen missverständlich ist.

Ihr Projekt besprechen

Ein kurzes Gespräch genügt, um den Rahmen abzustecken — Umfang, Termine und Honorar. Wir melden uns in der Regel innert eines Arbeitstags.

Anfrage senden oder 081 377 80 80