Was diese Leistung umfasst
Klimatisierung ist teuer in der Anschaffung und im Betrieb. Bevor wir eine eigene Kälteanlage planen, prüfen wir deshalb zuerst, was sich über die ohnehin vorhandene Heizanlage und die Lüftung erreichen lässt. Eine Wärmepumpe mit Erdsonde kann im Sommer kühlen und dabei das Sondenfeld regenerieren, die Lüftung übernimmt über Nachtauskühlung und Zulufttemperierung einen weiteren Teil der Last. Was danach noch an Kühllast bleibt, dimensionieren wir exakt — auf Basis einer stündlichen Berechnung über den ganzen Sommer.
- Kühllastberechnung — raumweise, unter Berücksichtigung von interner Last, Verglasung, Speichermasse und Verschattung
- Kälteerzeugung — Kompressionskälte, Freecooling, Erdsondenregeneration und Abwärmenutzung
- Kälteverteilung — Kaltwassernetze, Kühldecken, Umluftkühlgeräte und Bauteilaktivierung
- Prozesskälte — Serverräume, Verkauf, Produktion und Lagerung
- Wärmepumpenbetrieb im Sommer — Kühlen und Regenerieren mit derselben Anlage
- Entfeuchtung — dort, wo Raumfeuchte über die Nutzung entscheidet
Wie wir vorgehen
Zuerst die vorhandene Anlage prüfen
Bevor wir eine Kälteanlage planen, klären wir, was Heizanlage und Lüftung leisten können — Wärmepumpe im Kühlbetrieb, Erdsondenkühlung, Nachtauskühlung und Zulufttemperierung. Oft deckt das den grössten Teil der Last bereits ab.
Erst bauen, dann kühlen
Aussenliegender Sonnenschutz, Speichermasse und Verschattung sind fast immer günstiger als installierte Kälteleistung. Wir zeigen auf, wie weit das trägt.
Stündlich statt pauschal
Die Kühllast schwankt über den Tag und über den Sommer. Eine dynamische Simulation zeigt die tatsächlichen Spitzen — und wie oft sie überhaupt auftreten.
Kälte und Wärme zusammen denken
Wo eine Erdsonde vorhanden ist, kann sommerliche Abwärme sie regenerieren. Das verbessert die Jahresarbeitszahl der Heizung und liefert die Kühlung fast nebenbei.
Abwärme nutzen statt wegwerfen
Kälteanlagen erzeugen zwangsläufig Wärme. Wo ein Abnehmer vorhanden ist — Warmwasser, Vorwärmung, benachbarte Nutzung —, planen wir die Einbindung mit.
Betriebskosten sichtbar machen
Wir stellen die Varianten mit Investitions- und Betriebskosten über die Lebensdauer gegenüber, nicht nur mit dem Anschaffungspreis.
Kältemittel mit Weitblick
Die regulatorischen Anforderungen an Kältemittel verschärfen sich laufend. Wir berücksichtigen das bei der Konzeptwahl, damit die Anlage nicht vorzeitig zum Problem wird.
Umfang des Auftrags
Häufige Fragen
Kommt ein Bürogebäude ohne Kühlung aus?
Manchmal ja. Entscheidend sind Verglasungsanteil, Sonnenschutz, interne Lasten und die Möglichkeit zur Nachtauskühlung. Wir prüfen das mit einer Simulation und zeigen, wie viele Stunden pro Jahr die Komfortgrenze tatsächlich überschritten würde.
Kann die Wärmepumpe auch kühlen?
In vielen Fällen ja. Bei Erdsonden ist das sogar doppelt sinnvoll, weil die sommerliche Wärmeeinbringung das Sondenfeld regeneriert. Die Kühlleistung ist dabei begrenzt, für Wohnbauten aber meist ausreichend.
Was kostet eine Klimatisierung im Betrieb?
Das hängt fast vollständig von der Betriebsstundenzahl ab, nicht von der installierten Leistung. Genau deshalb rechnen wir stündlich — eine Anlage, die 200 Stunden im Jahr läuft, ist etwas völlig anderes als eine mit 2000 Stunden.
Planen Sie auch Serverraumkühlung?
Ja. Und wo es passt, prüfen wir die Nutzung der Abwärme zur Gebäudeheizung — dazu gibt es einen Beitrag in unserem Blog.
Ihr Projekt besprechen
Ein kurzes Gespräch genügt, um den Rahmen abzustecken — Umfang, Termine und Honorar. Wir melden uns in der Regel innert eines Arbeitstags.
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